Über uns

Wer sind wir?

Wir sind ein Team von ständig ca. 20 deutschen Familien in Markt Schwaben, unterstützt durch Lehrkräfte der Grundschule und des Gymnasiums.

Wie engagieren wir uns?

Wir nehmen wechselweise jeweils zwei Kinder einen Nachmittag mit zu uns nach Hause, um
  • miteinander Deutsch zu sprechen und zu üben,
  • gemeinsam die Hausaufgaben zu erledigen,
  • zu spielen und schöne Stunden zu erleben.

Außerdem...

treffen sich die Betreuer/innen regelmäßig zum Erfahrungsaustausch und zur Termineinteilung.

Einmal im Monat findet ein „Internationaler Frauentreff” zusammen mit den Müttern der ausländischen Kinder statt. Dabei kochen oder kegeln wir zusammen und führen angeregte Gespräche.

Jeweils im Frühjahr gibt es ein Familienbrunch, im Juli feiern wir alle unser Sommerfest.

Was wollen wir?

Wir möchten mit unserem Engagement
  • den Schulbesuch der fremdsprachigen Kinder erleichtern,
  • die Chancen auf den Übertritt in weiterführende Schulen erhöhen,
  • die Klassengemeinschaft stärken,
  • die Beziehungen zwischen deutschen und ausländischen Familien verbessern,
  • die Integration in Markt Schwaben fördern.


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Toleranz fängt zu Hause an.
Seit es die Betreuungsnachmittage gibt, ist das Verhältnis der Kinder untereinander viel besser geworden. Davon profitiert die Klassengemeinschaft und man merkt es sogar auf dem Pausenhof.

Fremde werden Freunde.
Die Kinder lernen in der häuslichen Atmosphäre ganz einfach, sich zu verstehen und aufeinander zuzugehen. Es ist faszinierend zu erleben, dass unterschiedliche Sprache, Nationalität, Religion, Kultur, Hautfarbe keine unüberwindlichen Hürden sind.

Integration ist nicht nur die Aufgabe des Staates, jeder Einzelne sollte dazu beitragen.
Ich finde es gut, durch das Projekt Offenes Haus mithelfen zu können, dass sich ausländische Kinder und ihre Familien schnell bei uns zu Hause fühlen.

Weitere Zitate finden Sie hier...

Projekte

Regelmäßige Betreuungsnachmittage

Für fremdsprachige Grundschulkinder
Jeden Mittwoch (außer in den Schulferien) in der Zeit von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr besuchen jeweils zwei ausländische Kinder eine deutsche Familie zu Hause. Insgesamt wurden mittlerweile weit mehr als 60 Kinder aus ca. 30 verschiedenen Nationen bis zu vier Jahre begleitet und gefördert. Einige von ihnen stehen inzwischen kurz vor dem (Fach-)Abitur.

Betreuungsnachmittage
Für fremdsprachige Schüler höherer Klassen
Seit dem Schuljahr 2007/08 werden an mittlerweile drei Nachmittagen pro Woche (außer in den Schulferien) ausländische Jugendliche aus den fünften und sechsten Klassen der Haupt- und Realschule von Schüler/innen der 10., 11. und 12. Jahrgangsstufe des örtlichen Franz-Marc-Gymnasiums betreut. Angeleitet und unterstützt wird die „FMG-Arbeitsgruppe Offenes Haus” von mehrerern Lehrkräften des Gymnasiums, federführend Frau Ulrike Endres-Hoppe.
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FMG Arbeitsgruppe


Aktion „Schüler helfen Schülern”

Ältere Jugendliche der an der Initiative beteiligten Familien geben Nachhilfeunterricht in speziellen Fächern für fremdsprachige Jugendliche, teilweise finanziert von unseren Preisgeldern.

Unbürokratische finanzielle Unterstützung ausländischer Familien bzw. Kinder

Von den bisher erhaltenen Preisgeldern und aus verschiedenen Spenden finanzieren wir ganz oder teilweise die Teilnahme an Klassenfahrten, die Ausstattung mit Büchern und Schulmaterial, den Kauf von Sportsachen und Bekleidung, sowie diverse andere Dinge im Zusammenhang mit der Bildung und Erziehung ausländischer Kinder und Jugendlicher.

Regelmäßige Betreuertreffen

Zum Erfahrungsaustausch, zum Besprechen eventueller Aktionen oder Probleme sowie zur Termineinteilung treffen sich die deutschen Betreuermütter etwa sechs- bis achtmal während des Schuljahres.

„Internationaler Frauentreff”

Um die Beziehungen zu intensivieren, einen kulturellen Austausch zu ermöglichen, und auch um die deutschen Sprachkenntnisse zu verbessern, findet mittlerweile einmal im Monat ein Treffen von deutschen und ausländischen Frauen statt. Dabei gehen wir zum Kegeln oder lernen jeweils die Küche eines anderen Landes kennen.
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Kochtreff

Jährliches internationales Sommerfest

Auf dem Gelände der Löffl-Mühle feiern wir alljährlich unser Sommerfest mit Spiel- und Bastelangeboten für die Kinder, internationalem Buffet, Lagerfeuer und Grill.

Sommerfest

Teilnahme an verschiedenen Einzelaktionen der Schule und der Gemeinde

Kinder und Eltern unterstützen durch ihre Arbeit die Projektwochen der Grundschule, z.B. „Wir in der Welt, die Welt bei uns” oder Übersetzerwerkstatt „Die kleine Raupe Nimmersatt”. Außerdem nehmen wir teil an Aktionen innerhalb der Gemeinde Markt Schwaben, z.B. beim „Internationalen Fest für Kinder” oder beim „Lebenden Adventkalender”.

Beteiligte

Seit Gründung der Initiative waren/sind bereits weit mehr als 60 deutsche Familien aktiv. Allein im Kalenderjahr 2008 konnten wir 10 neue Betreuermütter dazugewinnen. Alle Betreuer/innen haben qualifizierte Berufe, viele sind wenigstens teilzeitbeschäftigt. In unserer Initiative engagieren sich ehrenamtlich neben den Lehrkräften der verschiedenen Schulen unter anderem auch eine Psychologin, mehrere Sozialpädagoginnen und einige Erzieherinnen.

Pro Schuljahr sind ständig zwischen 20 und 25 Familien in der Nachmittagsbetreuung aktiv.

Bisher wurden weit mehr als 60 ausländische Kinder bis zu vier Jahre (gesamte Grundschulzeit) betreut.

Etwa 40 ausländische Familien erhielten bislang diverse Unterstützungsleistungen.

Seit dem Schuljahr 2007/08 betreuen Schülerinnen des Franz-Marc-Gymnasiums fremdsprachige Jugendliche aus den fünften und sechsten Klassen der Haupt- und Realschule, die zum Teil der Familienbetreuung im Offenen Haus entwachsen sind. Insgesamt wurden/werden hier bereits gut 40 Jugendliche intensiv begleitet.
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Die Beteiligten stammen (neben Deutschland) aus folgenden Ländern:

Würdigungen

Bildungsidee Deutschland 2011

Beim bundesweiten Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik” 2011 wurde unser Projekt im Franz-Marc-Gymnasium „Integration als Schulfach” als eine von 52 Bildungsideen ausgezeichnet.
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Bildungsidee Deutschland 2011

Panter-Preis 2009 der taz Berlin für die Initiatorin

Bettina Ismair erhielt von der taz Berlin den Jury-Preis für die "Heldinnen und Helden des Alltags". Die Preisverleihung fand am 19.09.2009 in der Komischen Oper Berlin statt.
Artikel auf www.news.de

taz Panterpreis

Auszeichnung der AG Offenes Haus im bundesweiten Wettbewerb für Intergration „Alle Kids sind VIPs” der Bertelsmann-Stiftung am 08.05.2009


Anerkennungsförderung in Höhe von 500 Euro im Rahmen des Schutzbengel Award 2009 der Rummelsberger Dienste für junge Menschen

Webseite des Schutzbengel Award

Aufnahme in den Ideenkalender 2008 „Gut für Deutschland” der deutschen Sparkassen sowie als eine von „40 gute Ideen für Deutschland” in das gleichnamige Handbuch des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement 2009


Preis im Rahmen des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2007”

Am 28.07.2008 fand im Alten Rathaussaal in München die Preisverleihung mit vielen Vertretern aus Politk und Gesellschaft statt. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert.
Eintrag auf der Internetseite des BfDT

Erster Preis der Aktion „miteinander” des Bayerischen Rundfunks

Anfang November 2006 war der Bayerische Rundfunk sowie ein Team des Bayerischen Fernsehens bei uns zu Besuch. Sowohl von der Nachmittagsbetreuung, als auch von unserem thailändischen Kochabend wurden Aufnahmen gefertigt.
Am 17.11.2006 waren wir live zu Gast in der Abendschau. Unglaublich, aber wahr - mit 63% der Zuschauerstimmen bekamen wir den ersten Preis, der mit 10000 Euro dotiert ist.
Artikel www.epv.de

BR miteinander



Vinzenz-von-Paul-Förderpreis 2005 der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul und der Adelholzener Alpenquellen GmbH

Der mit 2000 Euro dotierte Preis war ein „Dankeschön für freiwilliges, soziales und christliches Engagement im Bereich der Caritas der Gemeinde und Bestätigung, auf diesem Wege weiter zu machen und zu helfen, die Welt in unserer nächsten Umgebung ein wenig menschlicher und solidarischer zu gestalten”.

Auszeichnung beim ersten Dreikönigsempfang der Gemeinde Markt Schwaben durch Bürgermeister Winter im Jahr 2003

Für unser ehrenamtliches Engagement erhielten wir eine Urkunde und den „Caspar”. Die Figur gilt neben den beiden anderen heiligen Königen Melchior und Balthasar als eine Art Wanderpokal, der jedes Jahr für besondere Verdienste in der Gemeinde Markt Schwaben verliehen wird.

Aufnahme in das Handbuch „Auf Worte folgen Taten” der Bertelsmann-Stiftung im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Gesellschaftliche Initiativen zur Intergration von Einwanderern”


Weitere

  • Beiträge im ZDF: „Länderspiegel” sowie in „Mona Lisa”
  • Berichte im Radio (Bayerischer Rundfunk, Deutschlandfunk)
  • Artikel in der Zeitschrift „freundin” (Eine wie keine)
  • Artikel in der Elternzeitschrift EZ des Bayerischen Kultusministeriums
  • Diverse Artikel in der Tagespresse und Magazinen wie „Chrismon” und „Bella”

Entwicklung

Januar 2001Drei afghanische Flüchtlingskinder kommen in die damals 1. Klasse Grundschule, die der jüngere Sohn der Gründerin besucht. Diese Kinder hatten nur wenig mehr als das, was sie auf dem Leib tragen - und sprachen natürlich kein Wort Deutsch. Außerdem befindet sich in der Klasse ein thailändisches Mädchen, das ebenfalls nahezu kein Deutsch verstand. Ein normaler Unterricht war praktisch nicht möglich. Im...
Februar 2001...findet deshalb zusammen mit der Lehrerin und einem Dolmetscher die erste Kontaktaufnahme zwischen deutschen Müttern und den Migrantenfamilien statt, um verschiedene Möglichkeiten der Hilfe und der Unterstützung auszuloten. Nur wenig später beginnen wir mit der Nachmittagsbetreuung in den Familien – die zunächst von allen Seiten mit einiger Skepsis beobachtet wird.
März 2001Ab jetzt werden die vier Kinder immer am Mittwochnachmittag von jeweils zwei deutschen Familien betreut, deren Kinder dieselbe Klasse besuchen. Unter Anleitung der deutschen Mutter werden gemeinsam die Hausaufgaben erledigt, Deutsch geübt, gespielt, gebastelt, Brotzeit gemacht. Auch kleine Ausflüge werden organisiert. Die traumatisierten Kinder aus Afghanistan lernen langsam wieder zu lachen.
Mai 2001An einem unserer Betreuungsmittwoche stehen plötzlich alle älteren Kinder der örtlichen Asylbewerberunterkunft auf dem Schulhof und wollen mitgenommen werden. Erst jetzt erfahren wir, dass sich auch in vielen anderen Klassen Flüchtlingskinder befinden – überwiegend aus Afghanistan, dem Irak und China. Wir können und wollen die Kinder nicht wegschicken. Also werben wir schulweit um Betreuerfamilien. Auch die Förderlehrerin der Grundschule bietet ihre Hilfe an.
September 2001Ab dem neuen Schuljahr sind wir bereits ein fester Stamm von 12, kurze Zeit später sogar 15 Betreuerfamilien, die sich regelmäßig mit der Förderlehrerin treffen, Hilfeleistungen koordinieren, und die vor allem die wöchentliche Betreuung der Migrantenkinder übernehmen. Obwohl wir noch keinen richtigen Namen haben, ist unsere Gruppe nun schon relativ fest etabliert in der Schule.
Schuljahr 2002/03Wir machen unser Programm quasi zu unserem Namen und nennen uns und unser Projekt der Nachmittagsbetreuung ab sofort „Offenes Haus – Offenes Herz”. Wir sind häufig zu Gast in der Asylbewerberunterkunft, kennen alle Menschen dort, unterstützen sie bei Behördengängen, geben Deutschunterricht, weisen die Gemeinde und die Regierung von Oberbayern auf Missstände bei der Unterbringung hin. Wir legen einen Garten- und Spielbereich für die Kinder vor der Unterkunft an und organisieren gemeinsame Feste für alle Bewohner. Beim ersten Dreikönigsempfang im Markt Schwabener Rathaus erhalten wir 2003 einen König als Anerkennung.
Schuljahr 2003/04Einige Asylbewerberfamilien erhielten inzwischen bereits einen gesicherten Aufenthaltsstatus und verlassen die Unterkunft – teils in Wohnungen in und um Markt Schwaben. Wir helfen beim Umzug, organisieren Möbel und vermitteln sogar Arbeitsstellen. Die Vorschriften für den Familiennachzug von nicht-europäischen Gastarbeitern werden verschärft. So kommen jetzt auch immer mehr Schulkinder außerhalb eines Asylverfahrens aus ihrem jeweiligen Heimatland nach Markt Schwaben und müssen hier integriert werden. Dank unserer Arbeit im „Offenen Haus” spricht jedes normalbegabte Kind nach nur etwa einem halben Jahr alltagstaugliches Deutsch – ohne Akzent!
April 2005Für unser Engagement erhalten wir den „Vinzenz-von-Paul-Förderpreis”. Die Zeitungen berichten von unserer „großen Hilfe ganz im Stillen”. Endlich haben wir keinen ständigen Rechtfertigungsbedarf mehr gegenüber leisen oder lauten Aussagen wie: „Was mischen Sie sich da eigentlich ein?” oder „Sie haben wohl sonst nichts zu tun?”
September 2006Simon und Johannes Ismair überzeugen die Initiative von der Notwendigkeit einer eigenen Webseite und gestalten diese in hervorragender Weise. Ab jetzt werden alle wichtigen Informationen innerhalb des Betreuerteams über eine passwortgeschützte Netzseite ausgetauscht; die interessierte Öffentlichkeit erfährt nun leichter und schneller von unseren zahlreichen Aktivitäten.
November 2006Wir nehmen teil am Wettbewerb „miteinander” des Bayerischen Rundfunks und des Bayerischen Fernsehens. Dank eines überragenden Publikumsvotums erhalten wir in einer Live-Sendung der Abendschau den mit 10.000 Euro dotierten 1. Preis! Nun können wir mit allen Familien gemeinsam einen großen Ausflug unternehmen. Dieser führt uns im...
April 2007...ins Legoland nach Günzburg. Fast 160 Personen – Kinder wie Erwachsene – erleben einen traumhaften Tag bei strahlendem Sonnenschein. Unterwegs waren wir mit zwei großen Reisebussen und etwa 10 Privatautos. Mit unserem Preisgeld konnten wir die Anfahrt, die Eintrittsgelder sowie eine Brotzeit für alle finanzieren.
Sommer/Herbst 2007Nun ist sogar das ZDF auf unsere Initiative aufmerksam geworden. In relativ kurzem Abstand wird ein Beitrag für den Länderspiegel sowie ein weiterer für die Sendung Mona Lisa produziert und ausgestrahlt.
Schuljahr 2007/08Immer mehr Kinder entwachsen der Familienbetreuung im Offenen Haus. Um eine kontinuierliche Unterstützung sicherstellen zu können, nimmt die Gründerin Kontakt mit dem örtlichen Franz-Marc-Gymnasium auf. Die Idee: Ältere Gymnasiasten sollen Migrantenkindern der 5. und 6. Klasse gezielt bei den Hausaufgaben helfen oder ihnen Nachhilfe in bestimmten Fächern geben. Bereits im Herbst wird auf diese Weise ein Wahlfach „Offenes Haus” am Gymnasium eingerichtet.
Sommer 2008Die Initiative Offenes Haus erhält eine Auszeichnung vom Bündnis für Demokratie und Toleranz und wird im Alten Rathaus von München geehrt.
Schuljahr 2008/09Die Arbeitsgruppe im Gymnasium festigt sich immer mehr und betreut viele jugendliche Migranten. Auch die an der Grundschule angesiedelte Betreuung in deutschen Familien läuft gut. Inzwischen sind ständig zwischen 20 und 25 deutsche Betreuer/innen im Einsatz. Immer wieder gelingt es uns auch, einen Vater für die Nachmittagsbetreuung zu gewinnen.
Sommer 2009Die Arbeitsgruppe des Gymnasiums wird mit einem Preis der Bertelsmann Stiftung ausgezeichnet und darf nach Berlin fahren. Nur drei Monate später erhält die Gründerin für ihr Engagement den Panterpreis der TAZ Berlin.
Schuljahr 2010/11Im neuen 8-stufigen Gymnasium wird für die Migrantenbetreuung nun ein „Praxis-Seminar Offenes Haus” eingerichtet. Die Gymnasiasten erhalten hier theoretischen Unterricht in Pädagogik, Psychologie, Soziologie etc. und können daneben ihre Kenntnisse in die praktische Arbeit mit jugendlichen Migranten einbringen und umsetzen – zum Vorteil beider Seiten. Außerdem wird das ehemalige Wahlfach nun als „Profilbildungsfach” weitergeführt.
Frühjahr 2011Das Offene Haus feiert seinen 10. Geburtstag – am 25.03. mit einem großen Fest aller Beteiligten in der Grundschule Markt Schwaben sowie am 02.05. mit einer Podiumsdiskussion, an der neben Frau Bettina Gaus (TAZ Berlin) und Herrn Dr. Günter Beckstein (ehemaliger bayerischer Ministerpräsident) auch Herr Andreas Bönte vom Bayerischen Rundfunk teilnimmt. Alle betonen die bisher geleistete gute Arbeit der Initiative.

Stimmen & Zitate

Während der Hausaufgaben möchten mich meine eigenen Kinder ohnehin in der Nähe wissen. Es ist daher kein großer Aufwand, alle paar Wochen an einem Nachmittag zwei fremdsprachige Kinder mitzubetreuen.


Der beste Freund meines Sohnes ist jetzt ein afghanischer Flüchtlingsjunge. Dieser spricht inzwischen fließend deutsch und ist ein hervorragender Schüler. Ohne „Offenes Haus” wären sich die beiden bestimmt fremd geblieben.


Vor allem durch die Einladungen in deutsche Familien bekommen die fremdsprachigen Kinder den nötigen Anreiz, deutsch zu sprechen.


Der regelmäßige Umgang mit den deutschen Kindern außerhalb der Schule lässt sie die Sprache wesentlich schneller erlernen. Damit können sie auch im Unterricht viel besser mitmachen.


Seit bei uns regelmäßig ausländische Kinder zu Besuch sind, bemühen sich die eigenen Kinder viel mehr, gutes Deutsch zu sprechen. Unser großer Sohn erlebt nun hautnah, wie wichtig es ist, eine Fremdsprache zu lernen.


Um beim Projekt „Offenes Haus” mitzumachen, muss man kein perfekter Animateur oder eine ausgebildete Erzieherin sein. Es genügt, wenn man Kinder gerne mag, ein bisschen Gespür für sie besitzt und gelegentlich einen Mittwoch Nachmittag erübrigen kann.


Den Kindern ist es egal, wie es in unserer Wohnung aussieht. Sie freuen sich, zusammen mit ihren Schulkameraden ein Stück Normalität erleben zu können. Fremde und eigene Kinder genießen es gleichermaßen, wenn ich mir bewusst Zeit für sie nehme.


Mein guter Vorsatz, auch mal einen ausländischen Mitschüler meiner Kinder zu uns einzuladen, ist immer an irgendwelchen Hürden gescheitert. Erst die Teilnahme am Projekt „Offenes Haus” ermöglicht einen reibungslosen engeren Kontakt zwischen deutschen und ausländischen Familien und Kindern.


Fremde werden Freunde - ich finde es super, dass die Kinder in der häuslichen Atmosphäre lernen, sich zu verstehen und aufeinander zuzugehen - trotz unterschiedlicher Sprache, Nationalität, Religion, Hautfarbe.


Seit es die Betreuungsnachmittage gibt, ist das Verhältnis der Kinder untereinander viel besser geworden. Davon profitiert die Klassengemeinschaft und man merkt es sogar auf dem Pausenhof.


Ich finde es gut, durch das Projekt Offenes Haus mithelfen zu können, dass sich ausländische Kinder und ihre Familien schnell bei uns zu Hause fühlen.

Arbeitsgruppe am Franz-Marc-Gymnasium

Seit dem Schuljahr 2007/08 besteht am örtlichen Franz-Marc-Gymnasium die Arbeitsgruppe „Offenes Haus”. Inzwischen wurde die Arbeitsgruppe zum einen als Profilbildungsfach anerkannt, zum anderen wird ab dem neuen Schuljahr 2010/11 die Betreuung erweitert und als „P (praxisbezogenes)-Seminar” angeboten.

Künftig werden in beiden Gruppierungen zusammen 32 Schülerinnen und Schüler der 10. bis 12. Jahrgangsstufen aktiv sein. An drei Nachmittagen pro Woche werden sie Jugendliche aus Migrantenfamilien nicht nur schulisch fördern, sondern sie darüber hinaus auch in ihrem privaten Umfeld unterstützen.

Angeleitet und fachlich betreut werden sie dabei von Lehrkräften des Gymnasiums, federführend Frau Ulrike Endres-Hoppe.

Einen größeren Erfolg hatte die Arbeitsgruppe Offenes Haus bereits im Schuljahr 2008/09, als sie beim Wettbewerb „Alle Kids sind VIPs” der Bertelsmann-Stiftung eine Auszeichnung erhielt und nach Berlin eingeladen wurde. Als Preis gewann die Gruppe einen Tag mit dem bekannten TV-Moderator Daniel Aminati.

Bericht auf www.allekidssindvips.de


Bildungsidee Deutschland 2011

Das Offene Haus ist Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik”


Berlin, 28. Juni 2011. Unter dem Titel „Integration als Schulfach” gehört die Initiative Offenes Haus - Offenes Herz zu einer der ausgezeichneten „Bildungsideen” im diesjährigen Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik”!

Ulrike Endres-Hoppe vom Franz-Marc-Gymnasium und Bettina Ismair freuen sich sehr über die Auszeichnung: Wir sind stolz, eine der 52 herausragenden Bildungsideen 2011/2012 zu sein. Unsere Initiative zeigt, dass es möglich ist, ganz unterschiedliche Menschen und Einrichtungen zusammenzubringen. Wir hoffen, dass sich viele von unserer Idee begeistern lassen.

Über 1300 Bildungsprojekte aus ganz Deutschland hatten sich beworben. Die zwölfköpfige Expertenjury wählte die 52 besten Projekte aus, die sich in vorbildlicher Weise für mehr Bildungsgerechtigkeit bei Kindern und Jugendlichen einsetzen.

Schirmherrin des Wettbewerbs ist Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan. Ausgelobt wurde der Wettbewerb von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen”, gefördert wird er vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Kooperation mit der Vodafone Stiftung Deutschland.

Von August 2011 an wird Woche für Woche eine der Bildungsideen im Rahmen einer individuellen Preisverleihung ausgezeichnet. Eine Übersicht aller Bildungsideen 2011/2012 sowie die Termine der einzelnen Veranstaltungen finden sich unter www.land-der-ideen.de.

Bildungsidee Deutschland